Tradition zeitgemäß erleben…

Das am Main gelegene Schloß Philippsruhe ist das älteste nach französischem Vorbild erbaute Barockschloß östlich des Rheins.

Baubeginn war 1701 initiiert durch den Namensgeber Graf Philipp Reinhard von Hanau (1664- 1712). Vorbild für den Bau war das Lustschloß Clagny bei Paris. Im Zuge der Besatzung durch Napoleon, wurde Schloß Philippsruhe von Napoleon an dessen Schwester Pauline Fürstin von Borghese verschenkt. Nach dem Ende der Besatzung, wurde der Schloßpark in einen englischen Garten verwandelt, an den lediglich durch die erhaltenen Lindenalleen erinnert wird.

Der Weisse Saal

Aus der klassizistischen Umbauphase ist lediglich der „Weisse Saal“ weitestgehend erhalten geblieben. Nach den Planungen des Architekten Rottweil wurden in den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts in diesen Räumlichkeiten die Kälteempfindlichen Orangen- und Zitronenbäume untergebracht .

Nachdem unter anderer Leitung an der Nordwestseite des Parks eine eigene Orangerie gebaut worden war, konnte dem Weissen Saal  den Charakter eines Festsaals verliehen werden, der ausreichend Platz bot, bei größeren Feierlichkeiten wie Hochzeiten, Geburtstagen oder Jubiläen ein opulentes Bankett aufzunehmen, als Ballsaal zu fungieren oder bei Versammlungen einen würdigen Rahmen zu bilden.

“ Nach  der allerhöchsten Bestimmung soll dieser Saal mit 8 korinthischen freistehenden  Säulen  und 32 Lisetten vom Nassauschiechen rötlichen Mamor under der übrige Teil der Wände  & Fenster-Spaletten mit ähnlichem Stuckmarmor bekleidet werden.“  so schrieb es Bromeis in seinem Kostenvoranschlag von 1827. Die Kosten waren für diese Vision jedoch zu hoch, so dass diese Architekturelemente aus Holz mit dekorativem weißen Stucküberzug hergestellt wurden. – Davon kann man sich heute noch an Ort und Stelle vergewissern .

Ob ein Spaziergang durch den Schlosspark bei schönem Wetter oder ein Gästeempfang in unserem Garten, auf dem Schlossgelände gibt es Einiges zu entdecken.

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